wer Farben wegnimmt, sieht besser.
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Young lambs

Zwei Mönche sah man des Weges Richtung Flussufer ziehen. Am Fluss stand eine junge, schöne, gutgekleidete Frau, die offensichtlich den Fluss überqueren wollte. Doch an ihrem ratlosen Gesicht sah man, dass sie ihre Kleider nicht verderben wollte. Die Mönche kamen näher und ohne zu zögern bot einer ihr an, sie über den Fluss zu tragen. Die schöne Frau freute sich und kletterte auf seinen Rücken. Der andere Mönch blickte seinen Gefährten entgeistert an und schüttelte den Kopf.

Ohne sich beirren zu lassen, trug der Mönch die Frau über den Fluss und setzte sie am Ufer ab. Die Frau bedankte sich, ging weiter und winkte ihnen freundlich zu.

Voller Entsetzen sprach der eine Mönch zum anderen: „Was hast du getan! Es steht uns nicht zu, eine Frau zu berühren! Das ist gegen unsere Regeln, und das weißt du. Wie konntest du gegen die Regeln verstoßen!“ Der zweite Mönch erwiderte: „Die Frau brauchte offensichtlich Hilfe, und die habe ich ihr angeboten.“ Der erste Mönch wurde lauter und wiederholte: „Aber du weißt, es ist gegen die Vorschrift. Wir dürfen das nicht!“

Der zweite Mönch, der die Frau über den Fluss getragen hatte, hüllte sich in Schweigen.

Da rief der erste Mönch noch lauter: „Willst du mir keine Antwort geben? Du hast wohl ein schlechtes Gewissen? Ich hätte dich gleich darauf aufmerksam machen müssen, dass wir das nicht dürfen!“

Da entgegnete der zweite Mönch: „Ich habe sie am Ufer abgesetzt, du aber trägst sie immer noch mit dir herum.“

 

 

Kleinkind mit Kopfverletzung

(Es stimmt)

 

Es war einmal ein Bauer, dessen Pferd weglief, eine preisgekrönte, herrliche Stute. Deswegen kamen die Nachbarn, um dem Bauern ihr Mitleid über den herben Verlust auszusprechen. „Du bist sicher sehr traurig!“ sagten sie. Doch der Bauer antwortete nur: „Wer weiss.“

Eine Woche später kam die Stute zurück und brachte fünf wilde Pferde mit sich. Wieder kamen die Nachbarn, diesmal um zu gratulieren. „Du bist jetzt sicher sehr glücklich“, sagten sie. Und wieder antwortete der Bauer nur: „Wer weiss.“

Am nächsten Tag versuchte der Sohn des Bauern, auf einem der Wildpferde zu reiten. Er wurde abgeworfen und brach sich ein Bein. „So ein Pech!“ sagten die Nachbarn. „Wer weiss!“ antwortete der Bauer.

Drei Tage später kamen Offiziere ins Dorf, um Soldaten zu rekrutieren. Sie nahmen alle jungen Männer mit, außer dem Sohn des Bauern, der wegen seines gebrochenen Beins für den Kriegsdienst nicht tauglich war. Wieder kamen die Nachbarn herbeigeeilt, und versicherten ihm, was er für ein großes Glück habe, und der Bauer antwortete „Vielleicht“…

 

(Anekdote, nacherzählt von Eugen Simon, Gründer Projekt „Gedankendoping“ und Gründer der Akademie für Selbstdenker)

 

Zebra face paint

hillside near the village in morning mist

Die Faszination des Lächelns (Wind und Sonne von oben)

 

Eines Tages stritten der Wind und die Sonne, wer von ihnen mehr Macht über die Menschen habe. „Siehst du diesen Mann da unten?“ fragte der Wind. „Ich werde ihm binnen einer Minute Hut und Mantel entreißen.“ Der Wind legte kräftig los. Aber je heftiger er blies, desto fester drückte der Mann seinen Hut auf den Kopf und knöpfte den Mantel zu. Der Wind gab auf. Dann war die Sonne an der Reihe. Sie begann zu lächeln und zu strahlen. Im gleichen Moment wurde es so schön warm, dass der Mann seinen Hut abnahm und sogar den Mantel auszog.

 

Kind, Piano

 

Hellwach

 

Einer, der das Erwachen erlebt hatte, aber dieses Bewusstsein nicht halten konnte, fragte den Meister, wie man ständig im höchsten Bewusstsein bleiben könne. Der Meister sagte: „Ich kenne jemanden, der ständig im höchsten Bewusstsein ist. Er ist König in einem fernen Land. Geh´ hin und frage ihn, ob er dir sein Geheimnis verrät.“

Der Mann machte sich auf den Weg, und als er nach langer, mühsamer Reise angekommen war, fragte er den König, ob er das Geheimnis verraten würde, wie man ständig im höchsten Bewusstsein bleibt. Der König sagte: „Das will ich dir gerne verraten, doch zuerst musst du eine Prüfung bestehen. Ich muss sicher sein, dass du dessen auch würdig bist. Du musst eine Schüssel randvoll mit Wasser auf deinem Kopf einmal um den Palast tragen. Hinter dir geht ein Scharfrichter mit gezogenem Schwert. Verschüttest du auch nur einen Tropfen, schlägt er dir den Kopf ab. Du kannst die Prüfung ablehnen.“ Der Mann antwortete: „Und wenn es mich das Leben kostet, es ist den Preis wert.“

Er ging vor den Palast, bekam eine Schüssel randvoll mit Wasser, setzte sie auf den Kopf und ging mit höchster Aufmerksamkeit Schritt für Schritt um den Palast. Hinter sich hörte er den Schritt des Scharfrichters und wusste, beim geringsten Fehler war sein Leben vorbei. In höchster Zentriertheit bewältigte er die Aufgabe, ging zum König und fragte ihn, ob er ihm nun sein Geheimnis verraten wolle. Der König sagte: „Ich will dir mein Geheimnis verraten. Ich mache es genauso wie du, nur ständig.“

Glühbirne

 

Ein Genie

 

Es war einmal in Kopenhagen. – Das nun folgende war wirklich eine Frage,

die in einer Physikprüfung, an der Universität von Kopenhagen, gestellt
wurde:
„Beschreiben Sie, wie man die Höhe eines Wolkenkratzers mit einem
Barometer
feststellt.“

Ein Kursteilnehmer antwortete: „Sie binden ein langes Stück Schnur an
den Ansatz des Barometers, senken dann das Barometer vom Dach des
Wolkenkratzers zum Boden. Die Länge der Schnur plus die Länge des
Barometers entspricht der Höhe des Gebäudes.“
Diese in hohem Grade originelle Antwort entrüstete den Prüfer dermassen,

daß der Kursteilnehmer sofort entlassen wurde. Er appellierte an seine
Grundrechte, mit der Begründung dass seine Antwort unbestreitbar
korrekt war, und die Universität ernannte einen unabhängigen
Schiedsrichter,
um den Fall zu entscheiden.
Der Schiedsrichter urteilte, dass die Antwort in der Tat korrekt
war,aber kein wahrnehmbares Wissen von Physik zeige..
Um das Problem zu lösen, wurde entschieden den Kursteilnehmer nochmals
herein zu bitten und ihm sechs Minuten zuzugestehen, in denen er eine
mündliche Antwort geben konnte, die mindestens eine minimale
Vertrautheit mit
den Grundprinzipien von Physik zeigte.
Für fünf Minuten saß der Kursteilnehmer still, den Kopf nach vorne, in
Gedanken versunken. Der Schiedsrichter erinnerte ihn, dass die Zeit
lief, worauf der Kursteilnehmer antwortete, dass er einige extrem
relevante
Antworten hatte, aber sich nicht entscheiden könnte, welche er
verwenden sollte. Als ihm geraten wurde, sich zu beeilen, antwortete er
wie
folgt:

„Erstens könnten Sie das Barometer bis zum Dach des Wolkenkratzers
nehmen, es über den Rand fallen lassen und die Zeit messen die es
braucht, um
den Boden zu erreichen. Die Höhe des Gebäudes kann mit der Formel
h=0.5*g*t² berechnet werden. Der Barometer wäre allerdings dahin!
Oder, falls die Sonne scheint, könnten Sie die Höhe des Barometers
messen, es hochstellen und die Länge seines Schattens messen. Dann
messen Sie
die Länge des Schattens des Wolkenkratzers, anschliessend ist es eine
einfache Sache, anhand der proportionalen Arithmetik die Höhe des
Wolkenkratzers zu berechnen.
Wenn Sie aber in einem hohem Grade wissenschaftlich sein wollten,
könnten Sie ein kurzes Stück Schnur an das Barometer binden und es
schwingen
lassen wie ein Pendel, zuerst auf dem Boden und dann auf dem Dach des
Wolkenkratzers. Die Höhe entspricht der Abweichung der gravitationalen
Wiederherstellungskraft T=2 pi² (l/g).
Oder, wenn der Wolkenkratzer eine äußere Nottreppe besitzt, würde es
am einfachsten gehen da hinauf zu steigen, die Höhe des Wolkenkratzers
in
Barometerlängen abzuhaken und oben zusammenzählen.
Wenn Sie aber bloß eine langweilige und orthodoxe Lösung wünschen,
dann können Sie selbstverständlich den Barometer benutzen, um den
Luftdruck
auf dem Dach des Wolkenkratzers und auf dem Grund zu messen und der
Unterschied bezüglich der Millibare umzuwandeln, um die Höhe des
Gebäudes zu
berechnen.
Aber, da wir ständig aufgefordert werden die Unabhängigkeit des
Verstandes zu üben und wissenschaftliche Methoden anzuwenden, würde es
ohne
Zweifel viel einfacher sein, an der Tür des Hausmeisters zu klopfen und
ihm zu
sagen: „Wenn Sie einen netten neuen Barometer möchten, gebe ich Ihnen
dieses hier, vorausgesetzt Sie sagen mir die Höhe dieses
Wolkenkratzers.

Der Kursteilnehmer war Niels Bohr, der erste Däne der überhaupt den
Nobelpreis für Physik gewann….                                                                                                                                                                                                                                                   (Quelle: http://forum.chip.de/smalltalk/angewandte-physik)

 

Kiwi

zu Sokrates

 

Ein Bewaffneter verfolgte einen Flüchtenden und rief Sokrates zu: „Halt ihn auf!“ Sokrates rührte sich nicht,der Mann entkam, und der Verfolger fragte den Philosophen, warum er den Mörder nicht aufgehalten habe. „Ein Mörder? Was verstehst du unter einem Mörder?“ „Was für eine Frage! Ein Mörder ist jemand, der tötet.“ „Also ein Metzger?“ „Unsinn, ich meine einen Menschen, der einen anderen Menschen tötet.“ „Aha – ein Soldat.“ „Aber nein, ich meine jemand, der einen im tiefsten Frieden umbringt.“ „Ach so, ein Henker.“ „Bei Zeus! Der einen anderen in seinem Haus tötet!“ „Jetzt verstehe ich dich. Du meinst einen Arzt!“

 

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Aristippos zu Dionysios

 

Der Philosoph Aristippos bat Dionysios, den Tyrannen von Syrakus, um einen Gefallen, fand aber kein Gehör. Da fiel er zu Boden und küßte dem Tyrannen die Füße. Die Bitte wurde gewährt. Später warf man ihm sein unterwürfiges Verhalten vor. „Wieso?“ fragte Aristippos. „Was kann ich dafür, daß Dionysios seine Ohren nicht am Kopf, sondern an den Füßen hat?“

 

Platon, Diogenes

Platon hatte nach langem Nachdenken die Definition aufgestellt, der Mensch sei ein federloses zweifüßiges Tier. Als Diogenes aus Sinope davon hörte, besorgte er sich einen Hahn, rupfte ihm die Federn aus und rief: „Hier hast du deinen Menschen, Platon!“ – Platon hielt seine Definition trotzdem aufrecht, fügte aber künftig hinzu: „Mit platten Nägeln.“

Diogenes

„Warum freust du dich?“ fragte Diogenes einen jungen Mann. „Ich habe den Sieg bei der Olymiade errungen“, erwiderte der stolz. „Also hast du bewiesen, daß deine Mitstreiter im Kampf schwächer waren?“ „Selbstverständlich, man hat mir doch den Lorbeerkranz verliehen.“ „Was für eine Ehre ist es, daß man Schwächere besiegt?“ fragte Diogenes.

Als einer im Heiligtum Samothrake die vielen Votivgaben bestaunte, die die aus Seenot Geretteten aufgestellt hatten, versetzte Diogenes ruhig: „Es wären noch viel mehr, wenn auch die nicht Geretteten etwas gestiftet hätten.“

Anaximenes

Zu den Lehrern Alexander des Großen hatte der Rhetoriker Anaximenes aus Lapsakos gehört. Diese Stadt war von Alexander abgefallen, und Alexander beschloß, sie zu zerstören. Da kam Anaximenes heraus, um für seine Vaterstadt um Gnade zu bitten. Aber Alexander rief ihm schon von weitem zu: „Ich schwöre bei allen Göttern, daß ich nicht tun werde, worum du mich bittest.“ Da antwortete Anaximenes: „Zerstöre Lampsakos!“ – Alexander hielt seinen Eid.

Thales von Milet

Thales von Milet lehrte, der Tod unterscheide sich in keiner Hinsicht vom Leben. „Warum“, fragte ihn einer, „stirbst du dann nicht?“ „Weil es“, entgegnete Thales, „keinen Unterschied macht.“

 

Pyrrhus und Cineas

Pyrrhus erklärte Cineas aus Tessalien seine Pläne. „Zuerst wollen wir Griechenland unterwerfen.“ „Und was werden wir tun, wenn wir Griechenland unterworfen haben?“ „Dann erobern wir Italien.“ „Schön. Und dann?“ „Nehmen wir Karthago. Und anschließend kommt Libyen dran.“ „Wunderbar. Und dann?“ „Stoßen wir nach Ägypten und nach Arabien vor.“ „Und wenn wir Ägypten und Arabien haben?“ „Gehen wir bis nach Indien!“ „Und wenn wir Indien haben?“ „Dann wollen wir ruhen.“ „Ich bin begeistert von deinen Plänen, Pyrrhus! Nur eins verstehe ich nicht: Warum ruhen wir nicht gleich?“

 

Beim Arzt

Jemand kam zu einem groben Arzt und klagte: „Ich kann weder liegen noch stehen und auch nicht sitzen.“ Der Arzt erwiderte: „Dann bleibt dir nichts übrig, als dich aufzuhängen.“

 

Einer kam zu einem weltfremden Arzt und schilderte sein Leiden: Wenn ich morgens aufwache, ist mir eine halbe Stunde lang schwindlig, und danach erst fühle ich mich besser.“ Der Arzt: „Wach eine halbe Stunde später auf!“

Cicero

Ein Anwalt rief bei einem Prozeß, um Mitleid mit seinem Klienten zu wecken: „Seine Mutter hat ihn neun Monate unter ihrem Herzen getragen!“ „Was soll das heißen?“ rief Cicero zurück, „Tragen andere Mütter ihre Kinder in einem Rucksack aus?“

Ein gewisser Vibius Curius pflegte sich für jünger auszugeben, als er war. Staunte Cicero: „Dann warst du also, als wir zusammen zur Schule gingen, noch gar nicht auf der Welt?“

Seneca

Der Redner Cestius Pius brambarsierte: „Wäre ich ein Gladiator, so wäre ich Tusius, wäre ich ein Pantomime, so wäre ich Bathullus, wäre ich als Pferd geboren, so wäre ich das Rennpferd Mellissio.“ Seneca fuhr fort: „Und wärest du eine Kloake, so wärest du die Cloaca maxima!“

 

Marcus Lepidus

Während alle anderen sich auf dem Marsfeld beim Exerzieren plagten, lag Marcus Lepidus im Gras und meinte: „Ich wollte, das wäre arbeiten!“

Selbst - Abbildung etwas älter
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schon etwas älter
 
 
"Das Glück wohnt nicht im Besitze und
nicht im Golde, das Glücksgefühl ist
in der Seele zuhause."
 
(Demokrit, 460 - 370 v.Chr.)